GEMAC Chemnitz GmbH

Präzise messen, intelligent vernetzen, gemeinsam Zukunft bewegen.

Unternehmensportrait der GEMAC Chemnitz GmbH

Mit dem Anspruch, Präzision neu zu definieren, entwickelt und fertigt die GEMAC Chemnitz GmbH seit über 30 Jahren hochwertige Messtechnik „Made in Saxony“. In den Bereichen Neigungssensorik, Inertiale Messtechnik sowie Intensive Feldbusdiagnose CAN-basierter Systeme entstehen Lösungen, die konsequent auf kundenspezifische Anforderungen ausgerichtet sind und weltweit in mobilen Maschinen, der Automatisierung und der Medizintechnik eingesetzt werden. Durch die enge Verzahnung von Entwicklung und Fertigung stellen wir eine hohe technologische Kompetenz und eine konstant hohe Qualität sicher. Ergänzt durch leistungsstarke EMS-Dienstleistungen – vom Prototypenbau bis zur Serienfertigung – realisiert das rund 70-köpfige Expertenteam innovative, langlebige und zuverlässige Systemlösungen. Als nach ISO 9001 und ISO 13485 zertifiziertes Unternehmen begleitet GEMAC seine Kunden partnerschaftlich von der ersten Idee über die Umsetzung bis hin zur stabilen Systemintegration.

Der Blick nach vorn zeigt GEMAC als Unternehmen, in dem Zukunftstechnologie, Gestaltungsfreiraum und Sinnhaftigkeit zusammenkommen: intelligente Neigungs- und Inertialsensoren machen mobile Maschinen sicherer, automatisieren Prozesse und eröffnen neue Anwendungen – und Mitarbeitende begleiten diesen Weg von der ersten Idee bis zum Einsatz im Feld. Für Kunden bedeutet das kurze Wege zu Entwicklungsteams, die zuhören, schöpferisch denken und maßgeschneiderte Sensorik und Diagnosegeräte entwickeln. Moderne Technologien, agile Entwicklungsarbeit und die Kombination aus Elektronikfertigung, Softwarekompetenz und Anwendungserfahrung sorgen dafür, dass Innovation bei der GEMAC schnell im Einsatz ist und nicht nur auf dem Papier stattfindet.

Der Ausbau unserer Kerngeschäftsfelder steht im Fokus unserer vertrieblichen Aktivitäten. Ein direkter Draht zu Maschinenherstellern, Systemintegratoren und Serviceorganisationen garantiert umfassende Kenntnis in den Applikationen und den entsprechenden Support. Lokale Ansprechpartner, anwendungserfahrene Applikationsingenieure, kundenspezifische Lösungen und ein aktives Vertical Market Management machen GEMAC dabei zu einem Partner, mit dem sich neue Märkte erschließen lassen.

GEMAC Chemnitz ist heute mit Sensorik und Diagnosesystemen in zahlreichen europäischen Ländern und auf mehreren Kontinenten vertreten.
Unsere lokalen Vertriebspartner kennen Märkte und Anwendungen vor Ort genau. Mit ihnen wächst ein Netzwerk, das GEMAC‑Technologie dorthin bringt, wo robuste und präzise Messtechnik gebraucht wird.

Meilensteine

1992 – Gründung der GEMAC

Am 19.05.1992 entsteht die GEMAC – Gesellschaft für Mikroelektronikanwendungen Chemnitz – aus einem Team von Spezialisten: 18 Experten vom Schaltkreisentwurfszentrum GERFEMA und 12 Kollegen vom Schaltkreisentwurfszentrum TEXTIMAELEKTRONIK bündeln ihr Know-how in einem neuen Unternehmen. Die Geschäftsführer Dr. Claus Dittrich (GERFEMA) und Sigurd Wätzold (TEXTIMA) starten an einem Standort mit Werkhalle, Büro und kleiner Werkstatt von TEXTIMA in der Matthesstraße in Chemnitz. Das Portfolio reicht von Forschungsaufträgen über ASIC-Design und Leiterplattenentwurf bis hin zur Entwicklung und Fertigung von Baugruppen und Geräten – auch für die Medizintechnik. Bereits zu diesem Zeitpunkt nehmen Neigungssensoren eine Schlüsselrolle ein, deren Entwicklung zuvor bei GERFEMA begonnen hatte.

1995

Im September 1995 fällt an der TU München der Startschuss für die Entwicklung der Bustester: Gesucht wird ein Instrument, das Schwächen im Busaufbau sichtbar macht.
1997 startet die Produktion des ersten Profibustesters (PBT), kurz darauf folgt die Entwicklung des CAN-Bus-Testers.

1999

GEMAC zieht in ein renoviertes, denkmalgeschütztes Gebäude der ehemaligen Wanderer-Werke in der Zwickauer Straße 227 – mit Raum für Wachstum und eine ausgebaute EMS-Fertigung im Erdgeschoss.

2001

In Kooperation mit dem Zentrum für Mikrotechnologien der TU Chemnitz (ZfM) und dem Fraunhofer IZM entwickelt GEMAC einen 2D-Neigungssensor für raue Umgebungsbedingungen

2002

Die Markteinführung des CAN-Bus-Tester CBT startet 2002.

2004

Ab 2004 werden robuste, EMV-konforme und KFZ-impulsfeste Neigungssensoren mit industrietypischen Schnittstellen in die Fertigung überführt. Programmierbare Strom- und Spannungsausgänge oder eine CAN-Schnittstelle stehen zur Verfügung. Für die nachträgliche Spezifizierung der Ausgänge entsteht das Starter-Kit ISPA1, das per USB mit dem PC verbunden wird.

2007

Der CAN-Bus Tester 2 (CBT2) feiert Markteinführung – ein leistungsstarkes Diagnosewerkzeug für Entwicklung, Inbetriebnahme, Überwachung und Wartung von CAN-Bus-Anlagen. Neben physikalischen Messungen bietet der CBT2 einen umfangreichen Protokollmonitor inklusive CANopen, DeviceNet, SAE J1939 und symbolischer Dekodierung.

2008

Der CANobserver® wird eingeführt, um CAN-Anlagen über das Internet aus der Ferne zu diagnostizieren; die Marke wird am 05.12.2008 eingetragen. 2007/2008 wird der Profibustester PBT3 an die Softing Industrial Automation GmbH veräußert. Im selben Jahr übernehmen die Elbe Partners GmbH in Hamburg die GEMAC.

2010

GEMAC präsentiert eine „Neue Generation“ digitaler Neigungssensoren mit CAN, CANopen, Strom- und Spannungsschnittstellen. Der erste Prototyp wird im Juni 2010 auf der Messe Intersolar vorgestellt.

2011

Die Sensorfunktionen werden erweitert: Sensoren mit einstellbarem Messbereich (zum Beispiel ±90° für 2D und bis 360° für 1D), feiner Auflösung von 0,01° und typischer Genauigkeit von 0,05° stehen zur Verfügung und werden auf der Intersolar 2011 präsentiert.

2014

Mit dem CANtouch® bringt GEMAC ein batteriebetriebenes Handheld-Diagnosegerät mit integrierter symbolischer Dekodierung zur physikalischen und logischen Analyse von CAN-Bus-Anlagen auf den Markt. Der CANalarm® folgt als Diagnosestecker für den Schnelltest: Das nur 7 cm große CANalarm® dient der logischen Überwachung von CAN-Anlagen über einstellbare Triggerkriterien.

2015

Das CANvision® startet als netzwerkfähige Variante des Protokollmonitors des CBT2 mit umfangreichen Sende-, Dekodier- und Aufzeichnungsfunktionen; die Marke wird am 08.01.2016 eingetragen. Ebenfalls 2015 wird ein temperaturgangkompensierter Neigungssensor als neues Flaggschiff in die Fertigung überführt: Das Sensorelement wird konstant auf 85 °C gehalten und ausdehnungsarm montiert, wodurch sich der Temperaturgang um den Faktor 10 verbessert.

2015 – 2016

In enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Infrastruktur und Bahnwesen entwickelt GEMAC Präzisionssensoren für Structural Health Monitoring, etwa zur Überwachung von Gebäuden und Brücken. Sensoren mit extrem hoher Messgenauigkeit – bis hin zu ±0,001° Neigung bei sehr hoher Auflösung – beweisen sich 2015 in ersten Praxistests und werden anschließend in die Serienfertigung überführt, mit Premiere auf der Messe SPS/IPC/Drives 2016.

Im selben Jahr kommt es zur Ausgründung der Abteilung System- und ASIC-Design in die eigenständige Firma AMAC. Die gesamte Interpolationstechnik und ca. 15 Mitarbeitende gehen an AMAC über.

2017

Im Februar 2017 gerät GEMAC in die Insolvenz. Seit August 2017 führt und entwickelt Robert Hermann die GEMAC im Sinne eines Familienunternehmens. Ende 2017 startet die Fertigung von Drehratensensoren.

2019

Die GEMAC präsentiert die IMU+ erstmals auf der SPS und der Agritechnica – der nächste Schritt hin zu einer eigenen IMU-Plattform.

2020

Aus IMU+ wird 2020 die Marke GEMAC MOTUS®, eingetragen am 30.12.2020. Mit GEMAC MOTUS® führt GEMAC eine 6-Achsen-Inertial-Messeinheit ein, die Neigung, Beschleunigung und Drehrate gleichzeitig erfasst; ein neuer Sensor-Fusionsalgorithmus kombiniert Komplementär- und Kalman-Filter und sorgt so für eine deutlich verbesserte statische und dynamische Genauigkeit sowie zuverlässige Funktion auch in Bewegung.